Vanille ist durch: 8 Kirschdüfte als Upgrade
Lancômes neuer Kirsch-Oud-Duft macht es offiziell: Dieser Herbst riecht nicht nach Vanille. Welcher Kirschduft sich lohnt – und wo der günstige Lost-Cherry-Dupe steckt.
Am 20. August nannte Martha Stewart das neue La Vie est Belle Very Cherry von Lancôme einen Duft, den man nicht ignorieren kann – wenige Tage später berichteten Page Six, InStyle und People. Kein Zufall: Vanille-Gourmands sind austauschbar geworden, Kirsche liefert dieselbe Süße mit säuerlich-herber Kante. Hier sind acht Kirschdüfte von Tom Ford bis Zara: welcher likörig ist, welcher mandelig, welcher wie Dessert riecht und wie lange sie halten.
Kirsche im Flakon gibt es in drei Richtungen – und das ist kein Marketing. Likörig – Kirsche in Cognac mit etwas Rauch, wie bei Lost Cherry. Mandel-Kern setzt auf Benzaldehyd, das Molekül hinter Marzipanduft; riecht eher nach Mon Chéri als nach Obstgarten. Dessert – Sirup und Vanille, am unkompliziertesten und gefälligsten. Finde deinen Typ, bevor du Geld für einen Flakon ausgibst.
Lost Cherry ohne das Preisschild
Günstige Kirschen verlieren gegen Tom Ford nicht beim Duftprofil, sondern in den ersten zwanzig Minuten: Der Auftakt ist schärfer und alkoholischer, die Mandel süßer. Nach einer Stunde auf der Haut ist der Unterschied zwischen Lush Cherry und dem Original kaum noch da – Note für Note derselbe Aufbau mit Benzaldehyd und Tonkabohne. Wenn du den Duft für dich trägst und nicht für einen Parfümclub: Kauf den Dupe und denk nicht weiter drüber nach.
Kirsche ist Vanille, die endlich Nein sagen gelernt hat.







